Dr. Eichhorn hielt einen Vortrag im Therapiezentrum in Vilsbiburg

 

Der „Kniespezialist“ aus Straubing referierte vor vollem Haus über die „Neuen Strategien bei Kreuzbandverletzungen“. Der Sportmediziner ist bekannt durch die Betreuung vieler Hochleistungssportler speziell aus dem internationalen Fußball. Seit 1993 ist er ununterbrochen im Magazin „Focus“ in der Liste der besten Orthopäden Deutschlands aufgeführt. Der Inhaber des Therapiezentrums Dr. Erich Blöchinger und Dr. Eichhorn kennen sich durch die gemeinsamen Erfahrungen bei der Behandlung von Spitzensportlern. Im Vortrag wurden verschiedenen OP-Techniken vorgestellt. Ein Schwerpunkt war,  dass die Begleitverletzungen entscheidend für die Entwicklung des Knies nach schweren Verletzungen sind. Die Behandlung von Meniskusverletzungen  verlagert sich zunehmend auf die erhaltenden Maßnahmen wie z.B. Nähen oder Tackern.  Aus dem Fundus von über 500 Kreuzbandoperationen pro Jahr plädierte Dr. Eichhorn gerade beim jungen, sportlichen Patienten für den Ersatz eines komplett  gerissenen Kreuzbandes. Die verlorene Bandstabilität kann durch die Arthroskopie ohne größeren Schaden wiederhergestellt werden und damit der vorzeitige Verschleiß des Kniegelenkes durch vorzeitigen Knorpelverschleiß (Gonarthrose) erfolgreich gebremst werden. Beim Ersatz favorisiert er die Verwendung der Semitendinosus-Sehne oder bei einer Revision die Quadricepssehnen-Plastik. Kritisch sieht er die angeblich knorpelaufbauenden Spritzen in das Kniegelenk. Denn mit dieser Methode kann keine dauerhafte Besserung erreicht werden. Arthrose kann zwar nicht geheilt werden, aber durch „gesunden“ bzw. individuell angepassten Sport kann der Körper Knorpelschäden soweit kompensieren, dass Sie kaum Beschwerden verursachen. Durch angepasstes Knorpeltraining kann der Patient langfristig schmerzfrei werden. Kritisch sieht er die Ergebnisse von Kernspintomographien. Bei der Beurteilung von Begleitverletzungen ist diese Untersuchung zwar sehr wichtig, aber  die Kreuzbandverletzungen werden häufig „überzeichnet“, da es sich oft nur um Teilrupturen handelt. Durch „Anfrischen“ der Rupturstelle können Stammzellen das Kreuzband heilen ohne dass es ersetzt werden muss! Dr. Blöchinger erläuterte die therapeutischen Möglichkeiten bei Knorpelschäden. Viel Bewegung unter größtmöglicher mechanischer Entlastung hilft den Restknorpelzellen bei der Regeneration und fördert die Bildung von Ersatzknorpel. Kombiniert mit Gewichtsreduktion und späterer Kräftigung der Beinmuskulatur kann das Fortschreiten der Arthrose gebremst und langfristig die Entwicklung von faserhaltigem Ersatzknorpel erreicht werden. Der Erfolg heute wie damals beruht auf dem Einsatz neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und der kooperativen Zusammenarbeit des operierenden Arztes mit dem behandelnden  Therapeuten. Abschließend verteilte Dr. Blöchinger Gutscheine für eine schnelle Messung der Kniebandstabilität.

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v.l.n.r.: Dr. med. Heinz-JürgenEichhorn und Dr. phil. Erich Blöchinger

 

 

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