Moderne Knieprothetik - Gonarthrose aus ärztlicher und therapeutischer Sicht

Bis auf den letzten Platz gefüllt war am 9. Oktober der Vortragsraum des Therapiezentrums Vilsbiburg in der Dieselstraße. Dr. Erich Blöchinger, Inhaber und Leiter der Einrichtung, hat Professor Dr. Tibesku vom Sporthopaedicum Straubing eingeladen.

Prof. Dr. med. Carsten Tibesku ist seit Juli 2007 Partner der Orthopädisch-chirurgischen Gemeinschaftspraxis im sporthopaedicum Straubing und Regensburg. Als Kniespezialist bietet er das komplette Spektrum der konservativen, gelenkerhaltenden und gelenkersetzenden Therapien an. Zudem ist er Instruktor in regelmäßig stattfindenden Kursen für die Kniegelenksendoprothetik. Professor Tibesku wurde 2010 von der Zeitschrift FOCUS in die Ärzteliste "Knie" aufgenommen. Er ist damit einer von den besonders empfohlenen Kniespezialisten in Deutschland. Als Operateur favorisiert er knochenerhaltende Knieprothesen. Wir setzen Knieimplantate ein, die vorausdenken.“ Mit seinem Arbeitsmotto „Nur das zerstörte Gelenkteil wird ersetzt!“ favorisiert Professor Tibesku so genannte „knochenerhaltende“ Knie-Implantate. Als leidenschaftlicher Läufer und Skifahrer versteht der Professor die Wünsche und Bedürfnisse aktiver Patienten. „Wir tun alles, um den Aktivitätsgrad der Patienten so weit wie möglich wiederherzustellen.

Beim anschließenden Thema der Nachbehandlung ging Dr. Blöchinger auf die Vorbeugung und die Nachbehandlung bei Kniebeschwerden ein. Immer stärker werdende Arthroseschmerzen führen in einen „Teufelskreis“ zu einem ständigen Fortschreiten des Gelenkverschleißes. Durch mechanische und chemische Reizung entstehen Schmerzen, die zu immer mehr Reduzierung der körperlichen Aktivität führen. Der Knie wird immer weniger belastet. Zur Ernährung des nicht durchblutenden Knorpels ist Bewegung entscheidend wichtig. Bewegen sich die Menschen immer weniger, baut sich die für die Gelenkstabilisierung wichtige Muskulatur immer mehr ab. Gleichzeitig steigt häufig durch das Körpergewicht an. Die Alternative ist durch gerätetechnische Innovationen Möglichkeiten zu schaffen, damit die Gelenke entsprechend entlastet und gleichzeitig wieder mehr bewegt werden können. Mit Tretarmverkürzungen auf einem Ergometer kann ein aktives Knorpeltraining durchgeführt werden. Neu ist die Möglichkeit die verkürzten Kurbeln auf Pedelcs einzusetzen. Mit elektrischer Unterstützung kann damit im Freien gelenkschonend geradelt werden. Ist der Knorpel wieder belastbarer geworden, wird durch ein Gelenk schonendes Gerätetraining die Muskulatur wieder aufgebaut. Besonders bewährt hat sich das Shuttle-System der NASA . Bei dieser Beinpresse werden Expander- Gummis verwendet. Durch die Gelenkentlastung in der Beugung kann besonders gelenkschonend die Beinmuskulatur aufgebaut werden. Zur Therapie könnten Ärzte Verordnungen für Krankengymnastik mit Gerät ausstellen, Leider sind ärztliche Rezepte von den Gesetzlichen Krankenkassen schon lange „gedeckelt“ („budgetiert“) worden. Es bestehe aber die Möglichkeit, mit alternativen Therapien das Training von den Kassen mit mindesten 80% bezuschusst zu bekommen. Zu nennen sind Präventionsmaßnahmen und ergänzende Rehaleistungen.

 

vortrag-09-10-2013-online

v.l.n.r. Die Referenten Dr. Erich Blöchinger, Prof. Dr. Carsten Tibesku  



 
 
 
 
 
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